Dr. med. Stefan Schwind & Kollegen

Hormonelle Verhütung 
 

 

Antibabypille

Vierzig Jahre nach ihrer Markteinführung rangiert die Antibabypille nach wie vor unangefochten auf Platz eins der Verhütungsmittelstatistik. Kein Wunder: Sie ist praktisch, sicher - und dank ständiger Innovationen und immer niedrigeren Dosierungen für die meisten Frauen gut verträglich. Dennoch greift die Pille entscheidend in den Hormonhaushalt ein und kann, vor allem in Kombination mit anderen Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht oder Gefäßerkrankungen, die Gefahr von Thrombosen und Embolien, aber auch von Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen. Andererseits schützt die Pille nachweislich vor Risiken wie Eierstockkrebs, Krebs der Gebärmutterschleimhaut und Zysten in Eierstöcken und Brust.

Welche Pille für Sie geeignet ist, wird in einem Beratungsgespräch erarbeitet. Zur Auswahl stehen Ein- oder Mehrphasenpillen mit Östrogenen und Gestagenen in unterschiedlich hoher Dosierung, die so genannte Mikropille mit besonders niedrigen Hormonmengen und die aus reinem Gestagen hergestellte Minipille. 

Nach unserer Erfahrung sind etwa 50 % der Pillenanwenderinnen dauerhaft mit der Pille zufrieden.

Leider ist die Dunkelziffer der Anwenderinnen, die ein oder mehrere Probleme mit der Pille haben sehr hoch. Hierzu dürfen wir den Artikel von Dr. Yael Adler in der FAZ vom 10.12.2017 zitieren:

Sa­gen Sie mal, Frau Dok­tor?

VON YA­El Ad­ler


Wie belastend ist die Pille für den weiblichen Körper?

Ver­hü­tung ist ein weib­li­ches Sub­stan­tiv. Man könn­te jetzt sa­gen, das ist nicht über­ra­schend, denn ers­tens ist das The­ma „nicht schwan­ger wer­den wol­len“ tat­säch­lich weit­ge­hend Frau­en­sa­che. Und auch sonst ist das The­ma Ver­hü­tung fest in weib­li­cher Hand. Oder bes­ser im weib­li­chen Leib, des­halb sind Frau­en ein in­ter­es­san­ter Markt für die Ver­hü­tungs­mit­tel-In­dus­trie. 

41 Pro­zent der Frau­en in Deutsch­land, rund 18 Mil­lio­nen, sind ak­tu­ell in ih­rer frucht­ba­ren Pha­se. Nach In­for­ma­tio­nen der Bun­des­zen­tra­le für ge­sund­heit­li­che Auf­klä­rung wen­den rund drei Vier­tel der se­xu­ell ak­ti­ven Be­völ­ke­rung Ver­hü­tungs­mit­tel an. Das Ver­hü­tungs­mit­tel der ers­ten Wahl ist die Pil­le (53 Pro­zent), ge­folgt vom Kon­dom (37 Pro­zent). Bei den Frau­en zwi­schen 30 und 39 wird die Spi­ra­le be­deut­sam und wird von 10 Pro­zent ge­nutzt, sie ent­hält in vie­len Fäl­len eben­falls Hor­mo­ne wie die Pil­le. Die Ste­ri­li­sa­tio­nen von Mann oder Frau ma­chen eben­falls ein paar Pro­zent aus, aber erst wenn die Be­trof­fe­nen die 40 Jah­re über­schrit­ten ha­ben. Die Ste­ri­li­sa­ti­on, al­so sich die Sa­men­lei­ter ab­bin­den zu las­sen, ist psy­chisch für man­chen Mann schwie­rig, da er dann nicht mehr „scharf schie­ßen kann“, wie es mal ein Freund aus­drück­te. 

Und auch das ist ty­pisch fürs The­ma Ver­hü­tung: Die Män­ner kla­gen gleich, aber was die hor­mo­nel­le Ver­hü­tung mit den Frau­en macht, wird tot­ge­schwie­gen. Oft kein Wort über die kör­per­li­chen und vor al­lem psy­chi­schen Ne­ben­wir­kun­gen der Pil­len­ein­nah­me bei der Frau. Die hor­mo­nel­le Ver­hü­tung ist ein Ein­griff in die Bio­lo­gie des weib­li­chen Kör­pers und des Ge­hirns, die reif­lich ab­ge­wo­gen wer­den soll­te. 

Blut­druck­erhö­hung, An­stieg der Le­ber­wer­te, er­höh­tes Ri­si­ko für Throm­bo­se und Lun­gen­em­bo­lie oder ein wo­mög­lich er­höh­tes Ri­si­ko für Brust­krebs sind viel­fach dis­ku­tier­te und durch­aus be­kann­te erns­te Ne­ben­wir­kun­gen der hor­mo­nel­len Ver­hü­tung. Schei­den­tro­cken­heit, Ge­wichts­zu­nah­me, Was­ser­ein­la­ge­run­gen, Kopf­schmer­zen, Pilz- und Bla­sen­in­fek­tio­nen, brau­ne Fle­cken im Ge­sicht und Schmier­blu­tun­gen sind ganz all­täg­li­che Ne­ben­wir­kun­gen. Vie­le Hor­mon­pro­duk­te füh­ren durch die ent­hal­te­nen künst­li­chen Gelb­kör­per­hor­mo­ne au­ßer­dem zu öli­ger Haut, gro­ßen Po­ren, Pi­ckeln, Haar­aus­fall und Da­men­bart – al­les Be­schwer­den, die Frau­en oft nicht mit den Hor­mo­nen in Ver­bin­dung brin­gen.

Wirk­lich sinn­voll kann ei­ne Hor­mon­ga­be sein, wenn da­mit gy­nä­ko­lo­gi­sche Er­kran­kun­gen be­han­delt wer­den. Es gibt ein paar spe­zi­el­le Pil­len mit ei­nem Gelb­kör­per­hor­mon, das ei­nen an­ti-männ­li­chen Hor­mon-Ef­fekt hat und Bart­wuchs, Haar­aus­fall oder man­che Ak­ne­for­men bes­sert. Auch bei gy­nä­ko­lo­gi­schen Er­kran­kun­gen wie Zys­ten in den Ei­er­stö­cken oder En­do­me­trio­se ist die Pil­le als Me­di­ka­ment wirk­sam.

Die Pil­le wird sei­tens der Phar­ma­in­dus­trie in hüb­schen Ver­pa­ckun­gen mit Blu­men und ge­schwun­ge­nen fe­mi­ni­nen De­ko-Li­ni­en prä­sen­tiert. Da­bei han­delt es sich je­doch de fac­to um ein Arz­nei­mit­tel, das man in ei­nen ge­sun­den Kör­per ein­wirft, fast so, als wä­ren es Bon­bons. 

Vie­le jun­ge Frau­en nut­zen die Pil­le schon mit 14 Jah­ren. Es soll ih­nen se­xu­el­le Frei­heit ge­ben. Der Preis ist in vie­len Fäl­len hoch: Das Ge­fühl, spon­tan Lust, Gier und se­xu­el­len Trieb zu emp­fin­den, was man ja Män­nern (die nicht hor­mo­nell ge­plät­tet sind) als ge­nu­in zu­schreibt, ken­nen vie­le Frau­en un­ter der Pil­le nicht. Sie ha­ben auch Sex, doch müs­sen sie sich un­ter der Pil­le stär­ker da­zu mo­ti­vie­ren; es ist we­ni­ger der kör­per­li­che Trieb als ei­ne Kopf­ent­schei­dung, für die sie be­wuss­te Im­pul­se be­nö­ti­gen oder äu­ßer­li­che Sti­mu­li. Erst nach dem Ab­set­zen der Pil­le spü­ren Frau­en oft se­xu­el­les Be­geh­ren, das ein­fach als Bauch­ge­fühl ganz oh­ne Trig­ger ent­steht. Die Phar­ma­in­dus­trie liegt al­so mit im Bett und hemmt die trieb­ge­steu­er­te se­xu­el­le Selbst­er­kun­dung, die ge­ra­de die Pil­le doch ei­gent­lich erst er­mög­li­chen soll­te.

Sex und Lust ha­ben oh­ne Pil­le ei­ne ganz an­de­re Di­men­si­on als un­ter hor­mo­nel­ler Ver­hü­tung. Vie­le er­le­ben so­gar kom­plet­te Lust­lo­sig­keit, al­so ei­nen Ver­lust ih­rer Li­bi­do, De­pres­sio­nen, Ängs­te, An­triebs­lo­sig­keit. Die Pil­le, das Sym­bol se­xu­el­ler Be­frei­ung der Frau­en, aber auch in vie­len Fäl­len die Hor­mon­s­pi­ra­le ver­kom­men in der Rea­li­tät der Be­trof­fe­nen zu ei­nem che­mi­schen Keusch­heits­gür­tel. Dar­über spricht man aber nicht. For­schungs­stu­di­en zur Pil­le für den Mann wur­den üb­ri­gens un­ter an­de­rem ge­nau we­gen sol­cher psy­chi­scher Ne­ben­wir­kun­gen wie Li­bi­do-Ver­lust und De­pres­sio­nen ab­ge­bro­chen. 

Ei­ne Frau, die die Pil­le nimmt, ver­än­dert ih­ren Kör­per­ge­ruch, nimmt auch den Duft ih­res po­ten­ti­el­len männ­li­chen Sex­part­ners an­ders wahr als oh­ne Pil­le. Der Duft der Haut und un­se­rer Duft­drü­sen­se­kre­te ist da­für ent­schei­dend, ob man sich gut rie­chen kann. Ist das so, lan­det man, wenn es gut läuft, mit­ein­an­der in der Kis­te, und wenn es be­son­ders gut läuft, wird man ein Paar und be­kommt ge­sun­de Nach­kom­men.

Un­ser Kör­per­duft wird von un­se­rem in­di­vi­du­el­len Bak­te­ri­en­zoo auf der Haut ge­prägt und trans­por­tiert zu­gleich che­mi­sche Si­gna­le mit In­for­ma­tio­nen über un­se­re Ge­ne­tik, die Blut­grup­pe und das Im­mun­sys­tem. So er­schnup­pern wir auf bio­che­mi­sche Wei­se, ob der po­ten­ti­el­le Part­ner zu un­se­rem Erb­gut passt, da­mit in die­sem evo­lu­ti­ven Spiel un­se­re Nach­kom­men stark und ro­bust wer­den.

Doch was pas­siert, wenn Sie un­ter Ein­nah­me der Pil­le den Mann Ih­res Le­bens ken­nen­ler­nen, lie­be Da­men? Dann riecht er ei­ne Frau un­ter der Pil­le, denn Sie son­dern Pill­en­duft ab, aber auch Sie neh­men ihn nur durch ei­ne pil­len­ge­präg­te Na­se wahr. Wie groß der Ein­fluss von Hor­mo­nen auf die Duft­wahr­neh­mung ist, wis­sen al­le, die mal schwan­ger wa­ren. Ha­ben Sie nun ein paar Jah­re mit ih­rem Part­ner ge­lebt und ge­liebt, kommt es viel­leicht zu dem Punkt, dass Sie sich sa­gen, ja, jetzt will ich mit ihm Kin­der ha­ben, und Sie set­zen die Pil­le ab. Und dann, was pas­siert? 

Wo­mög­lich kön­nen Sie ihn nicht mehr rie­chen. Und er Sie nicht. Weil Sie je­doch be­reits so­zi­al an­ein­an­der ge­bun­den sind, hei­ra­ten Sie den­noch. Mag der durch die Pil­le ver­än­der­te Duft der Haut viel­leicht ein Grund für die ho­hen Schei­dungs­ra­ten heut­zu­ta­ge sein?

Pil­len, aber auch der Ver­hü­tungs­ring und die Hor­mon­s­pi­ra­le ent­hal­ten künst­li­che Ge­schlechts­hor­mo­ne. Sie sor­gen für kon­stan­te Hor­mon­spie­gel im Kör­per und be­ein­flus­sen die Re­gel­me­cha­nis­men über­ge­ord­ne­ter Steu­er­hor­mo­ne im Ge­hirn. Schwan­ger­schafts­ver­hü­tung er­folgt so­mit dar­über, dass der Ei­sprung un­ter­drückt oder auch nur der Auf­bau der Ge­bär­mut­ter­schleim­haut für die Ein­nis­tung ei­nes be­fruch­te­ten Eis ge­hemmt und der Schleim am Mut­ter­mund ver­dickt wird, so dass Sper­mi­en nicht rein­kom­men. 

Da­bei sind hor­mon­freie Al­ter­na­ti­ven ne­ben Kon­do­men auf dem Markt. Vie­le ken­nen die Kup­fer­spi­ra­le. Sie setzt Kup­fer-Io­nen frei, die die Sper­mi­en lahm­le­gen auf ih­rer Rei­se vom Pe­nis zum Ei und lö­sen an der Schleim­haut der Ge­bär­mut­ter ei­ne leich­te Ir­ri­ta­ti­on aus, die es ei­nem doch aus Ver­se­hen be­fruch­te­tem Ei un­mög­lich macht, sich ein­zu­nis­ten. Noch viel zar­ter und auch bei Ju­gend­li­chen schon mög­lich sind ein klei­nes Kup­fer­kett­chen, das gleich ei­nem Pier­cing in der Ge­bär­mut­ter ein­ge­hängt wird, und auch ein Kup­fer-Per­len-Ball, der ei­nem Woll­knäu­el mit Per­len gleich ein­fach in den Ute­rus hin­ein­ge­scho­ben wird. Ei­ne ne­ben­wir­kungs­ar­me, si­che­re Al­ter­na­ti­ve. Lie­be Frau­en, den­ken Sie mal dar­über nach, Ih­re Li­bi­do könn­te es Ih­nen dan­ken.


 

 

 

 

Dreimonatsspritze

Als Langzeitalternative zur herkömmlichen Antibabypille steht die Dreimonatsspritze zur Verfügung, bei der das lästige "Merken-Müssen" wegfällt. Sie enthält ein Gestagen, das dem körpereigenen Gelbkörperhormon ähnlich ist und das durch die langsame, aber ständige Freisetzung den Eisprung zwölf Wochen lang verhindert. Gespritzt wird entweder in einen Muskel der Hüfte oder des Oberarms, ähnlich wie bei einer Schutzimpfung.
 Leider sehen wir in der Langzeitanwendung eine relative Unzufriedenheit von ca. 50 %. Deshalb können wir die Dreimonatsspritze nicht empfehlen.

 

 

 

Hormonimplantat

Die jüngste Innovation auf dem Sektor der hormonellen Verhütung ist ein so genanntes "Verhütungsstäbchen" von der Größe eines Zündholzes. Es wird von der Ärztin in den Oberarm implantiert, von wo aus es drei Jahre lang durch regelmäßige Hormonfreisetzung einen Eisprung verhindert. Das Kunststoffstäbchen ist tastbar, aber nicht sichtbar, enthält kein Östrogen und kann jederzeit entfernt werden, wenn eine Schwangerschaft erwünscht ist. Leider sehen wir in der Langzeitanwendung eine relative Unzufriedenheit von ca. 50 %. Deshalb können wir das Implantat nicht empfehlen.

 

 

 

 

Vaginalring

Seit dem Frühjahr 2003 steht in Deutschland ein Vaginalring zur Verhütung zur Verfügung. Diesen flexiblen schmalen Ring legen Sie wie einen Tampon selbst in die Scheide ein und entfernen ihn nach drei Wochen Liegedauer auch wieder selbst. Er gibt Hormone an die Schleimhaut ab und wirkt so empfängnisverhütend. Nach einer Woche Pause, in der üblicherweise Ihre Regelblutung einsetzt, wird der nächste Ring eingelegt. Auch diese Methode hat den Vorteil, dass nicht täglich an die Verhütung gedacht werden muss und etwa bei Erbrechen der Schutz der vorher eingenommenen Pille fragwürdig ist. Auch auf Reisen in ferne Länder ist die Anwendung sicherer und einfacher. Nach unserer Erfahrung sind 50 % aller Anwenderinnen mit dem Nuva Ring dauerhaft zufrieden.

 

 

 

 

Verhütungspflaster

Verhütungspflaster Im August 2003 ist von dem Pharmaunternehmen Cilag Jannsen Evra® als erstes Verhütungspflaster zugelassen. Das Verhütungspflaster enthält wie die Pille ein Östrogen und ein Gestagen, die den Eisprung unterdrücken und so vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen. Nach unserer Erfahrung sind ca. 60 % aller Anwenderinnen mit dem Evra Pflaster zufrieden. Deswegen verschreiben wir das Pflaster eher als Mittel der zweiten Wahl.

 

 

 

Hormonspirale

 

Anders funktionieren dagegen Hormonspiralen, die alle Vorteile von IUP und Pille in sich vereinen.Während klassische Kupferspiralen durch ständige Reizung der Gebärmutterschleimhaut dafür sorgen können, dass sich ein befruchtetes Ei nicht einnisten kann, beruht die empfängnisverhütende Wirkung der Hormonspirale auf der lokalen Freisetzung des Hormons Levonorgestrel, eines Gestagens, das auch in vielen Pillentypen eingesetzt wird. In der Folge verdickt sich der Schleimpfropf im Gebärmutterhals, wodurch die meisten Spermien nicht mehr in die Gebärmutter vordringen können. Dennoch aufsteigende Spermien werden in ihrer Funktion gehemmt. Schließlich findet nur noch ein schwaches monatliches Wachstum der Gebärmutterschleimhaut statt, was die Eizelle an einer Einnistung hindert.

 


Komplikationen treten bei der Hormonspirale eher selten auf. In den ersten Monaten kann es zu Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen, Brustspannen, Stimmungsschwankungen oder Zwischenblutungen kommen. Doch die positiven Aspekte überwiegen: Im Gegensatz zu normalen Spiralen, die die Monatsblutung eher verstärken, vermindert sich der Blutfluß durch die lokale Hormonwirkung. Auch die erhöhte Infektionsgefahr - eine unangenehme Nebenwirkung der Spirale - wird beseitigt. Gleichzeitig ist die Hormonspirale so sicher wie die meisten Antibabypillen, mit dem Unterschied, dass dem Körper weit weniger Hormone zugeführt werden. Ob die Hormonspirale auch für Frauen geeignet ist, die noch kein Kind geboren haben, sollte in einem Gespräch entschieden werden. Die Wirkung auf den Körper ist in jedem Fall reversibel: Sobald die Spirale entfernt wird, ist die Fruchtbarkeit wiederhergestellt. Nach unserer Erfahrung sind 60 % der Anwenderinnen dauerhaft zufrieden.

 

Es gibt momentan 3 verschiedene Hormonspiralen:

 

Jaydess:

-keine Anwendungsfehler durch Vergessen (z. B. der Pilleneinnahme), Zeitverschiebung oder 

 Medikamenteneinnahme möglich.

-keine Beeinträchtigung der Sicherheit durch Erbrechen oder Durchfall.

-Pearl-Index: 0,33

-Östrogenfrei

-minimale, lokale Gestagenabgabe

-der natürliche hormonelle Zyklus mit monatlichem Eisprung bleibt erhalten

-zuverlässige Verhütung für 3 Jahre

-die monatliche Blutung wird meist kürzer und schwächer

-mit Jaydess können auch Frauen verhüten, die noch kein Kind geboren haben, wenn andere zuverlässige Methoden nicht in Frage kommen.

 

Kosten Jaydess: für die Spiralen-Einlage 195€, Kosten Spirale ca. 174€   Insgesamt: ca. 369€

 

Kyleena: 

-sehr hohe Verhütungssicherheit mit einem Pearl-Index von 0,29

-zuverlässige verhaltensunabhängige Verhütung über 5 Jahre

-keine anwendungsfehler wie Vergessen oder zu späte Anwendung möglich

-keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

-keine Beeinträchtigung der Verhütungssicherheit durch Magnen-Darm-Probleme wie Erbrechen oder Durchfall

-verhütende Wirkung in der Gebärmutter

-Östrogenfrei

-Der Eisprung und damit der natürliche hormonelle Zyklus der Frau bleibt erhalten.

-Monaltliche Blutungn werden meist kürzer und schwächer sowie schmerzärmer und seltener bis dahin, dass unter Umständen gar keine Monatsblugungen mehr auftreten.

 

Kosten Kyleena:  für die Spiralen-Einlage 195€, Kosten Spirale ca. 210€   Insgesamt: ca. 405€

 

MIRENA  / LEVOSERT

-Verhütung, die nicht spürbar ist

-Östrogenfrei

-Minimale, lokale Gestagenabgabe

-Der natürliche Zyklus mit monatlichem Eisprung bleibt weitgehend erhalten

-Keine Anwendungsfehler durch Vergessen (z. B. bei der Pilleneinnahme) oder Zeitverscheibung möglich

-Keine Beeinträchtigugn der Sicherheit durch Erbrechen oder Durchfall

-Peral-Index: 0,2

-Zuverlässige Verhütung für 5 Jahre

-Die Menstruation wird meistens kürzer, schwächer oder weniger schmerzhaft

 

Kosten Mirena: für die Spiralen-Einlage 195€, Kosten Spirale ca. 192€    Insgesamt: ca. 387€

Kosten Levosert: ca. 350.-

 

Die "Pille danach" 

Bei der "klassischen" Variante der "Pille danach", einer Kombination aus Östrogen und Gestagen, müssen die ersten beiden Tabletten innerhalb von 48 Stunden nach der Verhütungspanne geschluckt werden, die restlichen zwei dann zwölf Stunden später. Die Pille danach, die als Wirksubstanz Levonorgestrel enthält und seit einiger Zeit angeboten wird, kann bis 72 Stunden nach dem Verkehr eingesetzt werden. Häufigkeit und Intensität der Nebenwirkungen sind dabei wesentlich geringer, die Erfolgsquote ist mit 95 Prozent (binnen zwölf Stunden) und 58 Prozent (binnen 72 Stunden) sehr hoch. Hat sich das Ei bereits eingenistet, kann allerdings auch der nachträgliche Hormonschub nichts mehr ausrichten.

Die Pille, die den Wirkstoff Ullipristal enthält (Ella One) kann bis 5 Tage nach dem Verkehr eingenommen werden und bietet einen sehr hohen Schutz. "ellaone.com"

 

 

 

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