Dr. med. Stefan Schwind & Kollegen

HPV-Impfung

Warum soll ich meine Tochter gegen Gebärmutterhalskrebs impfen lassen?

Wie alle Standard-Impfungen ist auch die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs sehr wichtig. Mädchen werden jung geimpft, um bestmöglichen Impfschutz zu gewährleisten, am besten ab dem 12. Geburtstag. Die Impfung ist ein wertvolles Instrument, die Gesundheit Ihrer Tochter auch in Zukunft zu erhalten.


Wie entsteht Gebärmutterhalskrebs?

Gebärmutterhalskrebs ist nicht erblich. Er wird ruch bestimmte Viren verursacht. Diese Viren heißen Humane Papillomviren und von diesen können einige Typen Krebs verursachen. Eine Infektion kann dazu führen, dass die zellen des gebärmutterhalses sich krankhaft verändern. Wird diese Zellveränderung nicht frühzeitig entdeckt und behandelt, kann im Laufe mehrerer Jahre über Krebsvorstufen Gebärmutterhalskrebs entstehen.

 

Wie verbreitet sind Papillomviren?

Bis zu 80 Prozent aller Menschen kommen im Laufe ihres Lebens mit Humanen Papillomviren in Kontakt.

In den meisten Fällen verschwinden die Viren von allein wieder. Manchmal bleibt die Infektion bestehen, verursacht aber keine Beschwerden. Aus dieser können sich dann Gebärmutterhalskrebs, seine Vorstufen oder Vorstufen von Vulva- und Vaginalkrebs, aber auch Genitalwarzen entwickeln.  


 

Wie häufig tritt Gebärmutterhalskrebs auf?

Gebärmutterhalskrebs ist nach Brustkrebs die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei jungen Frauen im Alter zwischen 15 und 44 Jahren in Europa. In Deutschland erkranken trotz der möglichen Untersuchungen zur Früherkennung jährlich 6.200 Frauen. Jedes Jahr sterben ungefähr 1.600 Frauen an dieser Erkrankung - das sind fünf Frauen täglich. Um die Anzahl der Erkrankungen an Krebsvorstufen und Gebärmutterhalskrebs zu senken, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO), offiziell die Impfung gegen Humane Papillomviren für alle Mädchen von 12 bis 17 Jahren. Das bedeutet, dass die gesetzliche Krankenkassen die Kosten für diese Impfung für alle Mädchen ab 12 Jahren bis zum 18. Geburtstag übernehmen.  Verschiedene medizinische Fachgesellschaften wie die Deutsche Krebsgesellschaft oder die Fachgesellschaft der Frauenärzte (DGGG) unterstützen die Impfung mit Nachdruck. Nach Auswertung aktueller Studien hat die STIKO ihre Empfehlung bekräftigt.

 

Wie wird die Impfung verabreicht?

Für einen vollständigen Impfschutz sind drei Einzelimpfungen innerhalb von zwölf Monaten nötig. Idealerweise wird die zweite Dosis zweit Monate nach der ersten, die dritte nach weiteren vier Monaten verabreicht. Der Impfstoff wird in die Muskulatur des Oberarms gespritzt.

 

Wie sicher ist die Impfung?

Der Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs (HPV-Impfung) wird seit zehn Jahren geprüft.

Er gehört mit zu den am besten erforschten Impfstoffen hinsichtlich Wirksamkeit und Sicherheit. Der Impfstoff ist sehr gut verträglich. Die häufigsten beobachteten Nebenwirkungne sind kurzzeitige Reaktionen an der Einstichstelle und Fieber. Behörden in Deutschland und auch den USA haben bestätigt, dass die HPV-Impfung genauso nebenwirkungsarm ist wie andere empfohlene Standardimpfungen. Sie kann keine Infektion auslösen, da der Impfstoff kein Erbmaterial des Virus enthält.

 

 

 

  

 

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